Ein buntes Kaleidoskop aus Napoleon, Baguette, Haute Couture und la Tour Eiffel

Fragt man einen Deutschen, was er mit Frankreich verbindet, wird man ganz bestimmt als häufigste Antwort „Baguette“ und als zweithäufigste „den Eiffelturm“ erhalten! Fragt man dann weiter, werden modeinteressierte junge Damen versuchen, mit Markennamen wie „Chanel“ oder „Louis Vuitton“ aufzutrumpfen und ältere Herren erzählen besonders gerne, sie hätten in der Schule noch etwas über Napoleon gelernt, aber „ heude lerned die Kinder doch nix Gscheits mehr in dr Schul‘!“

Das macht Menschen, die Frankreich kennen und lieben, doch sehr nachdenklich… Besteht Frankreich wirklich nur aus seinem Wahrzeichen, aus Essen, Mode (die sich ein Normalsterblicher sowieso nicht leisten kann) und einer langatmigen, blutigen Geschichte?

Was ist mit der Sprache selber? Die Meinungen darüber gehen auseinander. „Schön“ finden sie die einen, „viel zu kompliziert“ die anderen. Aber etwas dazwischen scheint es nicht zu geben…Man liebt sie oder man hasst sie!

Der Grund dafür ist im Prinzip wirklich simpel. Grammatikmuffel beißen sich an der zeitenreichen Verbkonjugation natürlich die Zähne aus, der weiche, singende Klang wird aber von deutschen Ohren meistens als angenehm empfunden. Und hat man sich mal einen Weg aus dem Labyrinth von Subjonctif passé und futur antérieur gebahnt (nein, es ist nicht unmöglich!), hat man eigentlich auch schon die größten Hindernisse genommen und man wird feststellen, dass Französisch sprechen gar nicht soooo schwer ist wie gedacht.

Doch warum spricht heute so gut wie jeder Englisch, aber wenn man nach Französisch fragt, werden die Augen plötzlich rund wie Murmeln? Frankreich ist doch unser direktes Nachbarland, Elsass-Lothringen oder Alsace-Lorraine haben sogar schon mal zu Deutschland gehört, das Saarland schon mal zu Frankreich. Na also, eigentlich doch perfekte Bedingungen für einen regen Sprach- und Kulturaustausch. Fragt man jedoch Deutsche, ob sie gerne Franzosen kennen lernen würden, heißt die Antwort sehr häufig: „Was? Franzosen? Nö, die sind mir viel zu arrogant!“ Diese Eigenschaft wird den Franzosen nur gar zu gerne zugeschrieben, meistens mit dem Verweis auf die hartnäckige Weigerung der Franzosen, Englisch zu sprechen.

Diese Weigerung ist aus deutscher Sicht natürlich schwer zu verstehen, denn der so zur Schau getragene Nationalstolz der Franzosen kommt einem Deutschen mit Blick in die Vergangenheit anrüchig vor und der fehlende Wille zur Anpassung an die vorherrschende Weltsprache Englisch wird als Abkehr vom Rest der Welt verstanden. Die einzige Begründung die man zur Ehrenrettung der Franzosen anführen könnte, liegt in der Unvereinbarkeit der beiden Sprachen. Eine auf Nasallaute eingestellte Zunge muss sich wohl bei einem „th“-Versuch oder einem gerollten R verknoten. Und wer’s absolut nicht kann, der sollte’s lieber lassen, lautet dann wohl die Devise der Franzosen.

Dass Franzosen aber, auch wenn sie nun einmal nicht Englisch sprechen können oder wollen, trotzdem liebenswerte Menschen sein können, das wird auf deutscher Seite gerne mal vergessen! Aber Annäherung funktioniert eben nicht, wenn man sich voneinander abkehrt. Kommen die Franzosen nicht zu uns, dann müssen wir eben zu ihnen!

Also geben wir uns einen Ruck, machen wir uns klar, dass Frankreich wirtschaftlich und politisch ein unschätzbar wertvoller Partner für Deutschland ist und beide Länder aufeinander angewiesen sind, ob’s uns nun passt oder nicht…Und obwohl sich auch das Ristani Übersetzungsbüro nicht herausgesucht hat, dass Französisch nun mal seine Tücken hat, bieten wir trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb) Übersetzungen, egal in welche Richtung, an und dolmetschen auch mal gerne, wenn bei Ihnen alle Stricke reißen! Sprechen Sie uns doch an!

Bonne journée!

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