Was geschieht im Kopf eines Übersetzers?

Auch wenn Übersetzer (vermutlich) ganz normale Menschen sind, so ist es doch einmal spannend, zu wissen, wie eine Übersetzung der Reihe nach zu Stande kommt und was dabei im Kopf des Übersetzers abläuft. Denn vor, während und sogar auch nach der Übersetzung kann es darin manchmal ganz schön hoch hergehen.

Zunächst einmal liest sich ein Übersetzer den zu übersetzenden Text aufmerksam durch. Dabei überprüft er den Text auf mögliche Schwierigkeiten: Wortwitze, Ironie, rhetorische Stilfiguren, die erhalten bleiben sollten, …Auf diese Stellen muss er nämlich hintendrein ein größeres Augenmerk legen, als auf eher simple Sätze. Doch das vorherige Lesen des Textes hat noch einen weiteren Zweck: Der Inhalt wird erfasst und der vorherrschende Ton des Textes aufgenommen. Die erzeugte Stimmung soll schließlich möglichst authentisch in die Zielsprache übertragen werden. Und schlussendlich liest sich der Übersetzer in seine Ausgangssprache ein. Das ist wichtig, da er bei der Übersetzung beide Sprachen parallel im Kopf haben muss.

Als nächstes geht es an die Übersetzung. Die meisten Übersetzer fangen damit chronologisch am Anfang an und arbeiten sich voran. Es gibt jedoch auch Übersetzer, die in der Mitte oder am Ende eines Textes anfangen; jeder hat sein eigenes System. Gemeinsam ist jedoch allen, dass beide Sprachen nebeneinander im Kopf des Übersetzers laufen. Ein Wort wird gelesen und verschiedene mögliche Übersetzungen werden sofort damit verknüpft. Für einen Satz gibt es also etliche Übersetzungsvarianten, von denen nur eine, die beste, später die fertige Übersetzung zieren wird. Doch gilt es erst, die beste herauszufiltern…

So arbeitet man sich Satz für Satz voran. Bei der Übersetzung eines Satzes ist vor allem die Wortstellung oft ein Problem. Da verschiedene Sprachen auch verschiedene Regeln zu der grammatikalisch korrekten Wortstellung haben, kann nicht einfach nur Wort für Wort übersetzt werden, sondern ein ganzer Satz muss in seiner Bedeutung erfasst werden. Zusammengehörige Wortgruppen und Satzglieder werden gemeinsam übersetzt und dann erst in der Zielsprache in eine sinnvolle und richtige Reihenfolge gebracht. Dies ist vor allem bei Aufzählungen und langen Schachtelsätzen oft gar nicht so einfach, da man sich schnell darin verliert. Besonders bei letzteren empfiehlt es sich im Extremfall, den Satz in zwei Sätze zu zerlegen und sich dadurch einen besseren Überblick zu verschaffen. Auch die bessere Verständlichkeit in der Zielsprache wird damit erhöht.

Hat sich ein Übersetzer festgebissen, weil er mit bekannten Wörtern nicht zufrieden ist, vielleicht, weil sie den Ton und die Stimmung des Ausgangstextes nicht treffen, wird er sich auf die Suche nach Synonymen machen, also Wörter mit der gleichen Bedeutung. Teilweise kann es auch vorkommen, dass er sich ein wenig von der wörtlichen Bedeutung des Originals entfernt, aber dadurch einen treffenderen Ton in der Übersetzung trifft. Schließlich muss nicht immer alles wortwörtlich übersetzt werden, sondern eher die Bedeutung hinter den Worten soll erhalten bleiben.

Nachdem ein Übersetzer einen Text vollständig übersetzt hat, ist er allerdings noch nicht fertig. Erst muss die Übersetzung noch überprüft werden. Ist alles, wie geplant? Haben sich Rechtschreib- oder Grammatikfehler eingeschlichen? Und sind alle Zeitformen korrekt? Diese Überprüfung erledigt der Übersetzer entweder alleine oder wird dabei von einem Kollegen unterstützt. Dies ist vor allem bei längeren und anspruchsvollen Übersetzung sinnvoll, da es dabei leichter vorkommen kann, dass einem Übersetzer etwas entgeht und er „betriebsblind“ wird, sprich nicht mehr in der Lage ist, eigene Fehler zu bemerken.

Fällt die sprachliche Kontrolle zur allgemeinen Zufriedenheit aus, wird ebenso noch einmal die Qualität der Übersetzung an sich geprüft, ob sie den Ton des Ausgangstextes möglichst treffend wiedergibt, ob Wortwitze und Ironie auch in der Zielsprache erhalten geblieben und verständlich sind und ob der Stil auf demselben Niveau geblieben ist.

Eine Übersetzung ist also ein hochkomplexes Gebilde, das viel Arbeit verlangt. Doch ist diese Arbeit einmal bewältigt, ist ein Übersetzer nicht selten stolz darauf, wenn es ihm gut gelungen ist, allen Schwierigkeiten zum Trotze, einen Text von einer Sprache in die andere zu übertragen. Denn ein Übersetzer liebt jede seiner Sprachen auf ihre eigene Art und Weise.

Vielleicht sind Übersetzer doch keine normalen Menschen…

Aber ungewöhnliche Aufgaben verlangen eben ungewöhnliche Menschen!

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Fasching rund um den Globus

Sind Sie ein Faschingsnarr? Oder ziehen Sie es vor, den maskierten Hästrägern möglichst schnell auszuweichen? Wohnen Sie in einer Faschingshochburg wie Mainz oder Köln, oder fällt es Ihnen in einer eher ländlichen Umgebung leicht, das bunte Treiben einfach zu vergessen?

Schon aus diesen Fragen geht hervor, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, dieses närrische Fest zu begehen, die rund um die Erdkugel auch vollkommen ausgeschöpft werden.

Doch gestaltet sich der Karneval schon in Deutschland vielfältig genug, was auch an den regional unterschiedlichen Festtags-Bezeichnungen ersichtlich wird: Fasching, Fasnet, Fastnacht, Karneval,… Woher stammen diese verschiedenen Namen, die auf den ersten Blick kaum mit lustigem Treiben in Verbindung gebracht werden?

„Fasching“ und „Fasnet“ sind dabei mundartlich eingefärbte Abwandlungen des ursprünglichen Wortes „Fastnacht“, aus dem die Bedeutung bereits ersichtlich ist: Die Nacht des Fastens. Dabei ist die Nacht von Faschingsdienstag auf Aschermittwoch gemeint, in der die Fastenzeit vor Ostern beginnt.

Auch der Karneval hat keine andere Bedeutung. Denn er setzt sich aus „carne“, was im Italienischen „Fleisch“ bedeutet und „vale“, dem lateinischen Wort für „Lebe wohl“ zusammen. Das Wort stammt aus der Zeit, in der man die vom Winter verbliebenen Vorräte aufaß, die in der darauffolgenden vorösterlichen Fastenzeit ohnehin verboten gewesen wären.

Heutzutage bringen viele Menschen dieses Fest jedoch kaum noch mit alten Traditionen in Verbindung. Sie wollen feiern und Spaß haben, sich in einer Verkleidung verstecken und gut gelaunt sein. In den Faschingshochburgen gibt es große Umzüge, Prunksitzungen und Auftritte von Tanzmariechen. Die Kostüme werden meist nach Lust und Laune ausgewählt, es gibt jedoch auch Faschingsvereine, die die örtlich traditionellen Kostüme tragen. Diese können hin und wieder auch recht schaurig ausfallen, was auf den vorchristlichen Hintergrund des Winter-Austreibens zurückgeht.

Doch wie wird der Karneval anderswo gefeiert?

Der bekannteste fremdländische Karneval dürfte in Rio de Janeiro, Brasilien stattfinden, bei dem es für deutsche Verhältnisse nun wirklich hoch her geht! Fasching stellt für das ganze Land ein jährliches Highlight dar. Die riesigen Sambawettbewerbe, die zu diesem Fest dort traditionell stattfinden, sind weltweit aus den Medien bekannt. Wer könnte die Bilder der riesigen Federkostüme der Sambatänzer nicht kennen? Doch auch mit der Familie wird Fasching in Brasilien groß gefeiert: Es werden Strandhäuser gemietet und die ganze Nacht ausgelassen gefeiert und getanzt.

In Spanien dagegen existiert, auch mit regionalen Unterschieden, der Brauch, Kinder- und Erwachsenenkarneval zu trennen. Zuerst dürfen sich die Kinder verkleiden, ob als Cowboy, Prinzessin oder Pirat, und es werden lustige Spiele gespielt. Einige Tage darauf findet dann das Fest für die Erwachsenen statt, bei dem ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wird.

In Russland, der Ukraine und Weißrussland feiert man dagegen keinen Karneval, sondern die Masleniza, die „Butterwoche“, die aber einen vergleichbaren Hintergrund hat: das Ende des Winters und die Willkommenheißung des Frühlings. Es gibt Bälle und Umzüge mit einer großen Strohpuppe, die zum Abschluss traditionell verbrannt wird. Doch auch die Familie steht im Vordergrund: Verwandtenbesuche sind ebenso fest in die Bräuche integriert. Als Masleniza-Speise kennt man keine Faschingskrapfen oder Berliner, sondern die russischen Bliny, etwa vergleichbar mit deutschen Pfannkuchen.

In der islamischen Welt kennt man Fasching als solches natürlich nicht, da die christliche Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern unbekannt ist. Allerdings kennt man ebenso eine Fastenzeit, den Fastenmonat Ramadan, zu dem auch ein großes Fest gehört. Zwar feiert man es nicht wie Fasching zu Beginn der Fastenzeit, sondern an deren Ende. Es ist das Zuckerfest oder auch Eid al-Fitr genannt und eines der wichtigsten muslimischen Feste des Jahres. Dabei steht das gute Essen und Trinken gleichermaßen im Vordergrund. Außerdem ist es beispielsweise im Libanon ein absolutes Muss, seine alte Kleidung wegzuwerfen und für sich selbst und Bedürftige neue zu kaufen.

Letztendlich stellen diese Tage vor der Fastenzeit überall in der christlichen Welt und auch darüber hinaus die letzten frohen Tage vor der tiefsinnigeren Fastenzeit dar, bei der man noch einmal feiern und übermütig sein darf. Und diese Tage werden auch in jedem Land auf eine andere Weise, aber dennoch redlich ausgenutzt.

Wir wünschen Ihnen deshalb ein frohes Feiern!

Erfolgreich Fremdsprachen lernen – auch im fortgeschrittenen Alter

Wenn die Karriere endlich in geregelten Bahnen verläuft und die Kinder ausgezogen sind, suchen viele Menschen nach einer neuen Aufgabe. Nicht wenige entscheiden sich dafür, noch einmal eine neue Fremdsprache zu lernen oder eine in der Jugend erlernte aufzufrischen.

Das ist aus mehreren Gründen sehr zu empfehlen und birgt viele Vorteile: Zuerst einmal findet sich in einer Fremdsprache ein unerschöpfliches Betätigungsfeld, denn der Lernprozess endet nie, da man eine Fremdsprache nie vollständig beherrscht. Durch die Möglichkeiten, den Wortschatz unendlich zu erweitern, kommt nie Langeweile auf. So erfüllt das Lernen den Zweck der Sinnfindung und bietet neue Herausforderungen. Außerdem lädt eine Sprache dazu ein, das Gelernte direkt vor Ort im jeweiligen Land auszuprobieren und anzuwenden. So lernt man die Welt von einer völlig neuen Seite kennen, neue Bekanntschaften stellen sich ein, möglicherweise wird eine völlig neue Kultur entdeckt und an die Toleranz und Weltoffenheit des Lernenden appelliert. Neue Sprachen eröffnen neue Horizonte!

Aber wie geht das Lernen am besten vonstatten, ohne dass man sich womöglich überfordert und sich hinterher Frust aufbaut?

Zuerst einmal sollte man sich mit der Entscheidung für eine Fremdsprache Zeit lassen. Dabei muss man sich genau überlegen, ob man wirklich die Energie und den Willen dafür hat, quasi noch einmal die Schulbank zu drücken. Auch die Entscheidung für eine bestimmte Sprache ist eine wichtige. Am besten kommen selbstverständlich die Sprachen oder Sprachgruppen in Frage, für die man sich schon im Voraus interessiert hat, vielleicht schon einmal das betreffende Land bereist hat oder dessen Nachrichten immer gerne in der Zeitung gelesen werden. Auch der Schwierigkeitsgrad ist nicht außer Acht zu lassen. Hat man sich in der Schule schon mit Englisch schwer getan, wäre es eventuell ein wenig vermessen, gleich Finnisch lernen zu wollen. Ehrlicherweise kommt es dabei aber auch sehr stark auf den individuellen Lerntyp an und offiziell als schwer geltende Sprachen werden je nach Vorlieben und Lernverhalten als einfacher empfunden.

Die wichtigste Entscheidung ist allerdings die für die lehrende Institution. Eine Sprache im Selbststudium zu lernen, erfordert sehr viel Disziplin und ist häufig auch extrem zeitaufwändig. Eine kompetente Lehrkraft dagegen vermag vielen aufkommenden Schwierigkeiten schon durch pädagogisches Geschick und gezielte Übungen entgegenzuwirken. Spezielle Sprachschulen wie z.B. die Sprachschule Kirchheim bieten das ganze Jahr über geeignete Kurse in einer umfangreichen Sprachenpalette an.

Hat man sich letztendlich für eine Sprache und einen Kurs entschieden, ist es auch wichtig, sich keine allzu ambitionierten Ziele zu setzen. Auf keinen Fall sollte man sich vornehmen, bis zum nächsten Urlaub eine Sprache fließend sprechen zu wollen! Denn „gut Ding will Weile haben!“

Aber wenn man sich selbst ein wenig Zeit zugesteht, regelmäßig an den Lektionen arbeitet und wiederholt, so wird man bald erste Erfolge bemerken, die zu einer konsequenten Weiterarbeit motivieren. Hat man, wie oben erwähnt, dann noch die Möglichkeit, die neuerworbenen Kenntnisse im Gespräch mit Muttersprachlern in die Praxis umzusetzen, werden die Fortschritte, auf die Sie dann mit Recht stolz sein dürfen, nicht mehr zu übersehen sein.

Sprachen lernen lohnt sich!

Bedienungsanleitungen – Technikersprache, ein Kapitel für sich?

Einfach jeder kennt diese Situation: Da sucht man schon seit Monaten nach dem in Form, Farbe und Preis passenden Bücherregal oder Einbauschränkchen, hat schon etliche Läden abgeklappert und findet endlich völlig unverhofft ein passendes Exemplar. Jaja, unverhofft kommt oft!

Hat man es dann endlich glücklich nach Hause gebracht, die Schachtel geöffnet und sich die Einzelteile besehen, zieht man allmählich ein immer längeres Gesicht. Schnell wird klar: Die Betriebsanleitung muss her! Ohne die geht gar nix!

Aber was ist das? Man liest und liest und versteht doch nicht, was man liest. Hat man denn Tomaten auf den Augen? Selbst nach mehrmaligem, sorgfältigem Lesen bleibt ein dickes Fragezeichen im Kopf stehen: „Welches Teil nehmen die jetzt zuerst? Hä, wie soll ich das da reinschrauben? Die mit ihren unverständlichen Erklärungen mal wieder…“

Verärgert verbringt man den Rest des Nachmittags damit, das als „einfach zusammensteckbar“ angepriesene Möbelstück zusammen zu puzzeln. Die Betriebsanleitung liegt irgendwann nur noch achtlos hingeworfen in der Ecke, denn viel nutzt sie einem ohnehin nicht.

Aber muss das wirklich immer so sein? Woran liegt es, dass Betriebsanleitungen oder technische Details für einen Otto Normalbürger in etwa genauso verständlich wie Chinesisch rückwärts sind?

Der Grund dafür liegt darin, dass diese Texte häufig gar nicht in Deutschland geschrieben werden. Vielfach werden sie im Produktionsland, zum Beispiel in Indien oder Japan, geschrieben und für den Verkauf in andere Länder übersetzt. Oft kommt es dabei auch vor, dass der beispielsweise chinesische Ausgangstext zuerst ins Griechische übersetzt wird, dann von Griechisch auf Englisch und vom Englischen schließlich ins Französische und Deutsche.

Bei einer solchen Vielzahl von Hin- und Herübersetzungen unterläuft einem Übersetzer ruck zuck mal ein Fehler. Und wird dann „nach oben“ mit „nach unten“ übersetzt, wird die ursprünglich gut erklärte chinesische Bedienungsanleitung sehr schnell typisch unverständlich und unnütz!

Darum müssen sich Unternehmen wirklich auf ihre Übersetzer verlassen können. Schließlich sind die Übersetzer maßgeblich an der Kundenzufriedenheit beteiligt. Liegt es doch auch in ihrer Hand, ob der Kunde das gute Stück fix zusammenstecken kann und sich danach wundert: „Ui, das ging aber schnell!“ oder den ganzen Nachmittag ärgerlich vor sich hinschimpfend mit Schweißperlen auf der Stirn auf den Knien verbringen muss…

Darum garantieren wir, das Ristani Übersetzungsbüro, Ihnen eine absolut korrekte Übersetzung, egal ob es Betriebsanleitungen sind oder andere technische Übersetzungen. Bei uns brauchen Sie keine Angst mehr vor fluchenden Kunden zu haben. Denn unsere Übersetzer sind wirkliche Könner auf ihrem Gebiet und immer Muttersprachler in ihrer Zielsprache. Versprochen!

Genau darum werden unverständliche Satzungetüme in den Übersetzungen gar nicht erst auftauchen und die Anleitungen deshalb auch immer verständlich bleiben! Wenden Sie sich noch heute an uns und holen Sie ein unverbindliches Angebot ein!

Ihr Ristani Übersetzungsbüro

Übersetzungspannen und Denglisch

oder: Now we sit quite beautiful in the ink (Jetzt sitzen wir ganz schön in der Tinte)

Natürlich, keiner ist perfekt. Perfekte Fremdsprachenkenntnisse kann man nicht von jedem verlangen und auch dem Besten rutscht mal etwas Falsches raus. Gerade aber das Englische als Hauptgeschäftssprache ist für peinliche Pannen wie geschaffen und noch bevor man es richtig merkt, hat man „Denglisch“ gesprochen oder geschrieben… Schon Fünftklässler bekommen eingebläut, in welche Zwickmühle sie kommen könnten, wenn sie im Urlaub fragen: „Can I become a hamburger?

Aber über die Sprachpannen von Personen im Rampenlicht amüsiert sich ab und zu eine ganze Nation.

Ältere Semester werden sich bestimmt alle noch sehr gut an die Heinrich Lübke (2. Bundespräsident der BRD) zugeschriebene Stilblüte „Equal goes it loose!“ erinnern, obwohl er ja eigentlich nur beim Pferderennen erklären wollte, dass es gleich los gehe.

Eine andere nette Übersetzungspanne stammt von Lothar Matthäus, ehemaliger Fußballer: „I hope we have a little bit lucky!“, der sich doch nur ein kleines bisschen Glück wünschte. Naja, unter Glück hat er sich bestimmt nicht vorgestellt, eine Stilblüte zu liefern…

Besonders peinlich wird das ganze natürlich, wenn man wirklich wichtige Dinge zu sagen hat und einem auch wichtige Leute zuhören. Über Günther Oettingers englische Rede vor der EU-Kommission in Brüssel schmunzelte tagelang ganz Deutschland. Sein Zitat: „In my homeland Baden-Württemberg, we are all sitting in one boat!“ ging in die Chronik der lustigsten Übersetzungspannen ein und es verbreiteten sich rasend schnell Videos im Internet, die sich darüber lustig machten.

In Ordnung, ist ja soweit alles ganz lustig, sofern man nicht selbst betroffen ist. Aber wie kann man es denn nun eigentlich vermeiden, sich „zum Affen“ zu machen, egal ob bei einem Geschäftsbrief oder einem Meeting? Na, ganz einfach: „Das Denken sollte man den Pferden überlassen“ und das Übersetzen dementsprechend einem Übersetzungsbüro!

Beim Ristani Übersetzungsbüro wird in Ihrem Manuskript nach der Übersetzung ganz sicher keine Stilblüte mehr zu finden sein. Wir verwandeln Ihren Text mit unseren ausgebildeten Fachübersetzen, die allesamt Muttersprachler in der Zielsprache sind, so dass es hinterher nichts mehr daran zu rütteln gibt und Sie sich sicher fühlen können. Wenn es sein muss, kommt auch noch unser bewährtes Vier-Augen-Prinzip zur Anwendung, denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Auch spezielle Programme stehen uns bei der Übersetzung Ihres Textes zur Seite. Zusammen kriegen wir das hin, vertrauen Sie uns!

Vertrauen bei Briefen ja, aber Sie trauen sich trotzdem nicht, zu sprechen? Die Fremdsprache scheint sich gegen Sie verschworen zu haben? Wenn alles nichts hilft: Wie wär’s mit einem Dolmetscher? Wir stehen Ihnen nicht nur als Übersetzer, sondern auch als Dolmetscher immer und überall kompetent zur Seite und lassen Sie auch bei kniffligen Sätzen nicht im Stich.

Und im Übrigen: Sollten Sie im Alltag einmal eine Stilblüte liefern: Einfach mitlachen! Denn „wer sich nicht selbst zum Besten haben kann, der ist gewiss nicht von den Besten!“ (Goethe)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Ristani Übersetzungsbüro

Das Übersetzungsbüro

Übersetzungsbüro“ liest man auf dem Schild,
lächelt mitleidig und denkt sich mild:
„Ach, wer braucht denn sowas noch?
Auf die moderne Technologie ein Hoch!

Durch’s Internet mit Übersetzungsseiten
kann man ein Übersetzungsbüro doch meiden!
Von entsprechenden Seiten wimmelt es nur so
Über diese Möglichkeiten ist doch jeder sehr froh.

Was soll ich da mein Geld für teure Übersetzungen verschwenden?
Und wenn die Übersetzung nicht ganz perfekt ist, lässt sie sich trotzdem verwenden.
Das Geld kann man anderweitig ausgeben.
Das ist doch nun wirklich ganz einfach im Leben!“

Nun ja, so einfach ist es eben doch noch nicht,
zumindest nicht auf lange Sicht.
Hat man einen komplizierten Text in fremder Sprache
und überlässt ihn leichtfertig dem Internet, so gibt das Rache!

Denn das Internet kann zwar schon sehr viel,
doch lebendige Sprache braucht nun mal auch ihren eigenen Stil!
Fachterminologie, rhetorische Mittel, Syntax und Satzbau…
Das schafft das Internet dann doch nicht so schlau.

Der Mensch kann eben doch noch etwas mehr,
Fachübersetzungen, bitte sehr, das ist doch nicht so schwer!
Verquere Sätze fallen einem als Übersetzer sofort auf,
das hat das Internet halt doch noch nicht so ganz drauf!

Ein Übersetzungsbüro hat im Gegensatz zum Internet viele Spezialitäten,
die, egal, worum es geht, einem jeden übersetzten Text gut täten.
Vier-Augen-Prinzip, Beglaubigungen, Dolmetscherdienstleistungen,
wählen Sie aus, ganz frei nach Ihren Wünschen und Neigungen!

Der Mensch ist in dieser Branche lange noch nicht überflüssig,
und wird man, das geht sehr schnell, des Internets überdrüssig,
so tritt man eben doch wieder ins gute alte Übersetzungsbüro ein.
So ist’s recht, kommt nur, ihr Leute, kommt herein!

Denn entgegen vieler hartnäckiger Gerüchte
trägt eine solche Investition sehr wohl Früchte!
Ja, das Übersetzungsbüro lohnt sich eben doch.
Da heißt es dann: Auf menschliche Übersetzungen ein Hoch!

-vm

Ein buntes Kaleidoskop aus Napoleon, Baguette, Haute Couture und la Tour Eiffel

Fragt man einen Deutschen, was er mit Frankreich verbindet, wird man ganz bestimmt als häufigste Antwort „Baguette“ und als zweithäufigste „den Eiffelturm“ erhalten! Fragt man dann weiter, werden modeinteressierte junge Damen versuchen, mit Markennamen wie „Chanel“ oder „Louis Vuitton“ aufzutrumpfen und ältere Herren erzählen besonders gerne, sie hätten in der Schule noch etwas über Napoleon gelernt, aber „ heude lerned die Kinder doch nix Gscheits mehr in dr Schul‘!“

Das macht Menschen, die Frankreich kennen und lieben, doch sehr nachdenklich… Besteht Frankreich wirklich nur aus seinem Wahrzeichen, aus Essen, Mode (die sich ein Normalsterblicher sowieso nicht leisten kann) und einer langatmigen, blutigen Geschichte?

Was ist mit der Sprache selber? Die Meinungen darüber gehen auseinander. „Schön“ finden sie die einen, „viel zu kompliziert“ die anderen. Aber etwas dazwischen scheint es nicht zu geben…Man liebt sie oder man hasst sie!

Der Grund dafür ist im Prinzip wirklich simpel. Grammatikmuffel beißen sich an der zeitenreichen Verbkonjugation natürlich die Zähne aus, der weiche, singende Klang wird aber von deutschen Ohren meistens als angenehm empfunden. Und hat man sich mal einen Weg aus dem Labyrinth von Subjonctif passé und futur antérieur gebahnt (nein, es ist nicht unmöglich!), hat man eigentlich auch schon die größten Hindernisse genommen und man wird feststellen, dass Französisch sprechen gar nicht soooo schwer ist wie gedacht.

Doch warum spricht heute so gut wie jeder Englisch, aber wenn man nach Französisch fragt, werden die Augen plötzlich rund wie Murmeln? Frankreich ist doch unser direktes Nachbarland, Elsass-Lothringen oder Alsace-Lorraine haben sogar schon mal zu Deutschland gehört, das Saarland schon mal zu Frankreich. Na also, eigentlich doch perfekte Bedingungen für einen regen Sprach- und Kulturaustausch. Fragt man jedoch Deutsche, ob sie gerne Franzosen kennen lernen würden, heißt die Antwort sehr häufig: „Was? Franzosen? Nö, die sind mir viel zu arrogant!“ Diese Eigenschaft wird den Franzosen nur gar zu gerne zugeschrieben, meistens mit dem Verweis auf die hartnäckige Weigerung der Franzosen, Englisch zu sprechen.

Diese Weigerung ist aus deutscher Sicht natürlich schwer zu verstehen, denn der so zur Schau getragene Nationalstolz der Franzosen kommt einem Deutschen mit Blick in die Vergangenheit anrüchig vor und der fehlende Wille zur Anpassung an die vorherrschende Weltsprache Englisch wird als Abkehr vom Rest der Welt verstanden. Die einzige Begründung die man zur Ehrenrettung der Franzosen anführen könnte, liegt in der Unvereinbarkeit der beiden Sprachen. Eine auf Nasallaute eingestellte Zunge muss sich wohl bei einem „th“-Versuch oder einem gerollten R verknoten. Und wer’s absolut nicht kann, der sollte’s lieber lassen, lautet dann wohl die Devise der Franzosen.

Dass Franzosen aber, auch wenn sie nun einmal nicht Englisch sprechen können oder wollen, trotzdem liebenswerte Menschen sein können, das wird auf deutscher Seite gerne mal vergessen! Aber Annäherung funktioniert eben nicht, wenn man sich voneinander abkehrt. Kommen die Franzosen nicht zu uns, dann müssen wir eben zu ihnen!

Also geben wir uns einen Ruck, machen wir uns klar, dass Frankreich wirtschaftlich und politisch ein unschätzbar wertvoller Partner für Deutschland ist und beide Länder aufeinander angewiesen sind, ob’s uns nun passt oder nicht…Und obwohl sich auch das Ristani Übersetzungsbüro nicht herausgesucht hat, dass Französisch nun mal seine Tücken hat, bieten wir trotzdem (oder vielleicht auch gerade deshalb) Übersetzungen, egal in welche Richtung, an und dolmetschen auch mal gerne, wenn bei Ihnen alle Stricke reißen! Sprechen Sie uns doch an!

Bonne journée!